Museen hier in der Region

Motto 2019: Museen – Zukunft lebendiger Traditionen

ps  Neben der vielfältigen, wunderschönen Landschaft hat Baden-Württemberg in der Sommer- und Ferienzeit auch jede Menge Kultur zu bieten.
Über 1.300 Museen mit mehr als 1.000 neuen Ausstellungen jedes Jahr warten auf den Besuch, seien es die großen staatlichen Museen oder die vielen kleinen, liebevoll gepflegten Kunst- oder Bauernmuseen, die thematische Vielfalt ist riesig in dieser lebendigen Museums- und Ausstellungslandschaft.
Mit diesem breiten Spektrum an innovativen Ideen und vielfältigen Angeboten leisten die Museen einen großen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben.
Die Besucher sind herzlich eingeladen, die in den Museen bewahrten Schätze zu entdecken.
Neben einem moderaten Eintrittspreis bieten viele Museen auch kostenlose Sonderführungen zu diversen Themen an.

 

Foto: Besucher in der Ausstellung „Vollgas – Full Speed“ (bis 19.01.2020)  im Museum Art.Plus Donaueschingen.
© Museum Art.Plus/Art.Plus Foundation


 

Ausstellung Albert Schellinger in Spaichingen

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bis 15.09.2019

Das Gewerbemuseum zeigt in einer Retrospektive den Spaichinger Künstler Albert Schellinger. Er stammte aus Spaichingen-Hofen und war ein beliebter und engagierter Pädagoge, künstlerisch inspirierter Organisator und Kunstmaler. Schellinger war künstlerisch sehr begabt und genoss auch eine künstlerische Ausbildung, malte und zeichnete sein Leben lang. Seine Bilder, Skizzen und Karikaturen sind ein Spiegelbild seiner Zeit und seiner persönlichen Biografie.

Die Ausstellung ist sonntags von 14 bis 17 Uhr bis zum 15.9. zu sehen.

Bild: Albert Schellinger – Selbstportrait

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ausstellung: Zeit, Freiheit und Kontrolle – Johannes Bürk und die Folgen

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bis 01.03.2020

pm   Die ständige Beschleunigung von Arbeit und Alltag, Mobilität und Kommunikation ist eine der prägenden Grunderfahrungen modernen Lebens. Gleitzeit und Vertrauensarbeitszeit machen es zwar einfacher, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, doch wie frei sind wir dabei wirklich? Höchste Zeit, sich einmal bewusst zu machen, wie Zeitstrukturen die Gesellschaft bestimmen.

Mit der Entwicklung der Nachtwächterkontrolluhr im Jahr 1855 durch Johannes Bürk (Foto li.) begann der Aufstieg Schwenningens zur „größten Uhrenstadt der Welt“. Anlässlich seines 200. Geburtstags stellt die Ausstellung Johannes Bürk vor, der den Ort gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich wie kein zweiter geprägt hat.

Die Ausstellung führt durch die über 150-jährige Geschichte der Kontrolluhren und zeigt, wie Schwenningen den Takt der Industriegesellschaft angab. Hier wurden all die Stech- und Stempeluhren produziert, die halfen, Pünktlichkeit und Effizienz in aller Welt durchzusetzen. Die ständige Beschleunigung blieb aber nicht auf die Arbeitswelt begrenzt. Auch im Alltagsleben ging es mehr und mehr um Schnelligkeit. Denn wieso führte man die neu erfundenen Papiertaschentücher 1929 unter dem Markennamen „Tempo“ ein?

Smartphones, Tablets und Co. sammeln heute gigantische Mengen an Daten. Das ist nichts Neues! Angefangen hat dies schon vor über 150 Jahren mit einem kleinen Papierstreifen im Inneren der Nachtwächterkontrolluhr (Foto re.), auf dem die Zeiten und Orte der Rundgänge gespeichert wurden. Die Ausstellung vollzieht nach, wie immer neue Geräte ständig mehr Daten über die Beschäftigten sammelten.

Take your time: In einem Gedankenraum am Ende der Ausstellung wird das Thema Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Zeitgenössische Kunstwerke und kulturgeschichtliche Objekte regen dazu an, sich mit den eigenen Zeitvorstellungen auseinanderzusetzen. (Foto: Zeitmaschine li.)

Ort: Uhrenindustriemuseum VS-Schwenningen, Bürkstr. 39, Telefon 07720/ 82-2373, Fax 07720/822378

Ausstellungsdauer: Bis – 01.03.2020

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr

Führungen 2019/2020, alle 15:00 Uhr
14.7.2019, 28.7.2019, 25.8.2019, 1.9.2019,15.9.2019, 29.9.2019, 13.10.2019, 27.10.2019, 10.11.2019, 24.11.2019, 8.12.2019, 22.12.2019, 19.1.2020, 2.2.2020, 16.2.2020

 

 

 

 

 

 

 


 

Ausstellung „Paul Kälberer und der Kunstraum Sulz“in Sulz-Glatt

bis 27.10.2019

pm  In der Sommersaison 2019 zeigt die Kunststiftung Paul Kälberer in Verbindung mit dem Landkreis Rottweil in der Sonderausstellung „Paul Kälberer und der Kunstraum Sulz“ ausgewählte Werke von neun Künstlerinnen und Künstlern, die den Kulturbetrieb in der Region – und weit über deren Grenzen hinaus – mitgestaltet haben und mitgestalten.

Die Sonderausstellung wirft Schlaglichter auf herausragende malerische Positionen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert und rückt das bemerkenswerte künstlerische Potenzial, über das der Sulzer Raum verfügt, in den Blickpunkt. Zu sehen sind neben Werken Paul Kälberers, der die Kunstszene am oberen Neckar nachhaltig geprägt hat, Arbeiten von Gustav Bauernfeind, Gerda Brodbeck, Albrecht Fendrich, Reinhold Fendrich, Johannes Heinzelmann, Verónica Munín-Glück, Jörg Neuner-Duttenhofer und Norbert Stockhus.

Die Ausstellung „Paul Kälberer und der Kunstraum Sulz“ ist vom 31. März bis zum 27. Oktober 2019 bei der Kunststiftung Paul Kälberer in Sulz am Neckar-Glatt zu sehen. Das Areal der Kunststiftung ist sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

72172 Sulz am Neckar-Glatt, Paul-Kälberer-Weg 19

 


 

Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt, Sulz a. N. – Glatt

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ps  Am östlichen Rand des Schwarzwaldes liegt der geschichtsträchtige Ort Glatt. Das Zentrum der Ortschaft bildet der imposante Schlosskomplex, der Besucher von weit her anzieht. Glatt ist sowohl von der B 14 als auch von der Autobahn A 81 leicht zu erreichen.

Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wurde das Wasserschloss für Museumszwecke ausgebaut und im November 2001 als Kultur- und Museumszentrum eröffnet. Es beherbergt im Hauptgebäude und in der Zehntscheuer vier museale Einrichtungen.

Das heutige Erscheinungsbild des Wasserschlosses ist wesentlich von den Umbaumaßnahmen des 16. Jahrhunderts geprägt. Im Zeitraum 1513 bis 1547 ließ Reinhard von Neuneck die spätmittelalterliche Wasserburg zu einem der frühesten Renaissanceschlösser in Deutschland umgestalten.

Nach verschiedenen Besitzerwechseln – 1803 war die Herrschaft Glatt von der Fürstabtei Muri an die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen gefallen – ging die Anlage 1970/71 in das Eigentum der Gemeinde Glatt über.

Im Ostflügel wird die Geschichte von Schloss und Dorf Glatt unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Herrschaft und Untertanen veranschaulicht.

Das Adelsmuseum dokumentiert die Geschichte des Adels am oberen Neckar und präsentiert die Rüstkammer mit einer umfangreichen Waffensammlung (Stiftung Bidermann).

Der Westflügel beherbergt die Galerie Schloss Glatt. Das Kreis-Kunstmuseum zeigt Sammlungsbestände des Landkreises Rottweil und der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke zur sog. Bernsteinschule und zur Karlsruher Neuen Figuration.

Das bereits 1996 in der Zehntscheuer eröffnete und 2013 umgestaltete Bauernmuseumpräsentiert bäuerliches und dorfhandwerkliches Kulturgut aus den Landkreisen Rottweil und Freudenstadt.

Darüber hinaus bietet das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt ein reichhaltiges Kulturprogramm an.

Öffnungszeiten

1. April – 31. Oktober
Dienstag – Freitag 14.00 – 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag 11.00 – 18.00 Uhr

1. November – 31. März
Samstag, Sonntag 14.00 – 17.00 Uhr Bei Sonderveranstaltungen
Freitag – Sonntag 14.00 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise:

4 Museen – mit einer Eintrittskarte
Erwachsene 4,- €
Gruppen (ab 10 Personen) 3,- €
Jahreskarte 10,- €
Kinder und Jugendliche frei

Führungen nach Vereinbarung

Informationen
Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt
Schloss 1
72172 Sulz am Neckar-Glatt

Tel. 07482/807714 oder 07482/7345 oder 07482/235
Fax 07482/7345
E-Mail schloss-glatt@sulz.de
www.schloss-glatt.de

 

Fotos: Arbeitsschaubilder

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